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Operations & WaWi · 8 min

Billbee Kosten 2026: Was Shopify-Händler wirklich zahlen

Billbee-Preise 2026 für Shopify-Händler: die echte Preisstaffel pro Bestellung, was als abgerechnete Bestellung zählt, ab wann das Modell bei 3.000+ Bestellungen wehtut — und was JTL, Xentral oder eine eigene App stattdessen kosten.

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Kostenanalyse
0,05 €/Bestellung2–8K €/Monatpro Bestellung
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Billbee im Shopify-Stack: Was du 2026 wirklich zahlst

Für kleine und mittlere DACH-Händler ist Billbee das Standard-Tool, sobald Shopify nicht mehr der einzige Kanal ist: Bestellungen aus Shopify, Amazon, eBay, Etsy und Kaufland laufen in einer Oberfläche zusammen — Rechnungen, Versandlabels und Bestandsabgleich inklusive. Das Preismodell ist rein nutzungsbasiert, und genau deshalb wird es oft unterschätzt: Bei 1.000 Bestellungen im Monat zahlst du rund 171 € monatlich — rund 2.052 € im Jahr (alle Preise in diesem Artikel netto). Das ist weder teuer noch günstig. Es hängt vollständig davon ab, wo du auf der Preisstaffel stehst und wohin dein Volumen wächst.

Dieser Artikel rechnet das Billbee-Modell Stand Juli 2026 durch: die konkrete Staffel (Billbee hat die Preise zum Februar 2026 angehoben — alle Zahlen hier sind die aktuellen), was als abgerechnete „Bestellung" zählt (Spoiler: auch Stornos), ab welchem Volumen das Modell linear wird und wehtut, und was JTL, Xentral oder eine eigene Middleware im Vergleich kosten. Am Ende steht ein konkreter Entscheidungsrahmen nach Bestellvolumen.
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Die Billbee-Preisstaffel im Detail

Billbee hat genau ein Preismodell: 9 € Grundgebühr pro Monat plus einen Preis pro abgerechneter Bestellung, der mit dem Volumen sinkt. Keine Feature-Pakete, keine Aufpreise für Schnittstellen („Alle Funktionen & Schnittstellen inklusive"), unbegrenzte Nutzer, monatlich kündbar ohne Mindestlaufzeit. Die Staffel, am Preisrechner auf billbee.io abgelesen (Stand Juli 2026, netto):

  • 100 Bestellungen/Monat — rund 48 € (0,48 €/Bestellung)
  • 500 Bestellungen — rund 125 € (0,25 €)
  • 1.000 Bestellungen — rund 171 € (0,17 €)
  • 2.000 Bestellungen — rund 229 € (0,11 €)
  • 3.000 Bestellungen — rund 269 € (0,09 €)
  • 3.500 bis 20.000 Bestellungen — rund 0,084 € pro Bestellung, bei 3.500 also rund 295 €

Zwei Abrechnungsdetails, die im Alltag mehr ausmachen als die Staffel selbst:

Was als Bestellung zählt. Billbee rechnet nicht nur Bestellungen ab, sondern auch Stornos, Erstattungen und Gutschriften. Ein Shop mit 1.000 Verkäufen und 15 % Retouren-/Storno-Anteil zahlt also für rund 1.150 abgerechnete Vorgänge — und steht damit real eine Staffelstufe höher, als der Umsatz vermuten lässt.

Starter und Growth. Bis 200 Bestellungen/Monat läufst du als Starter mit der 9-€-Grundgebühr. Liegst du drei Monate in Folge über 200 Bestellungen, stuft Billbee dich automatisch und dauerhaft auf Growth hoch — zurück geht es nicht, auch wenn dein Volumen später wieder fällt. Growth bündelt dafür Amainvoice, VentoryOne und Replyco ohne Aufpreis, und mit aktivem Amainvoice werden Amazon-Bestellungen nicht berechnet — für Händler mit hohem Amazon-Anteil ein spürbarer Rabatt.
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Was du für das Geld bekommst — und warum Billbee unter 2.000 Bestellungen kaum zu schlagen ist

Der Funktionsumfang ist bei jedem Volumen identisch — du zahlst nur für Menge, nie für Features:

  • Rechnungsstellung — automatische Rechnungen und Gutschriften pro Bestellung, GoBD-konform archivierbar, mit DATEV-Export für die Buchhaltung. Für viele Händler der eigentliche Kaufgrund, weil Shopify das nativ nicht abdeckt.
  • Versandlabels — DHL, DPD, GLS, Hermes, Deutsche Post und weitere Carrier direkt aus der Bestellansicht, inklusive Trackingnummer-Rückspielung nach Shopify.
  • Multichannel-Sync — Bestände und Bestellungen abgeglichen über Shopify, Amazon, eBay, Etsy, Kaufland und weitere Marktplätze.
  • Automatisierungen — Regeln für Tags, Mailversand und Statuswechsel; für Standard-Flows brauchst du kein Zapier.

Die ehrliche Einordnung: Bis etwa 2.000 Bestellungen/Monat ist Billbee schlicht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 229 € für Rechnungen, Labels, Multichannel und DATEV — das schlägt keine Eigenentwicklung und kein ERP-Einstieg. Wenn du in diesem Bereich liegst und keine strukturellen Lücken hast (B2B-Preislogik, Mehrlager-Routing, Spezial-Workflows), lautet die richtige Empfehlung: behalte Billbee und lies nur weiter, um zu wissen, wann sich das ändert. Dazu kommen zwei Vertragsdetails, die im SaaS-Markt nicht selbstverständlich sind: unbegrenzte Nutzerkonten ohne Aufpreis und monatliche Kündbarkeit ohne Mindestlaufzeit — du kannst Billbee also risikofrei parallel weiterlaufen lassen, falls du später einen Umstieg testest. Auch die B2B-E-Rechnungspflicht ab 2027 ist kein automatischer Wechselgrund — prüfe aber früh, wie dein Setup XRechnung/ZUGFeRD ausgeben soll.
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Ab 3.000 Bestellungen/Monat: Wo das Modell zu beißen beginnt

Die Staffel degressiert nur bis 3.500 Bestellungen. Danach ist der Preis linear: rund 0,084 € pro Vorgang, ohne weiteren Mengenrabatt bis 20.000 Bestellungen. Konkret heißt das:

  • 5.000 Bestellungen/Monat — rund 420 €/Monat, rund 5.000 €/Jahr
  • 10.000 Bestellungen/Monat — rund 840 €/Monat, rund 10.100 €/Jahr
  • 20.000 Bestellungen/Monat — rund 1.680 €/Monat, rund 20.200 €/Jahr

Zum Vergleich: Bei 1.000 Bestellungen kostete dich der einzelne Vorgang noch rund 0,17 € mit fallender Tendenz — ab 3.500 fällt nichts mehr. Jede zusätzliche Bestellung kostet dauerhaft dasselbe. Billbee wächst damit proportional zu deinem Erfolg, während der Funktionsumfang gleich bleibt: Der Shop mit 10.000 Bestellungen bekommt exakt dieselbe Software wie der mit 500 — zahlt aber das Achtfache. Für die Jahresplanung heißt das: Wer von 3.000 auf 6.000 Bestellungen wächst, verdoppelt seine Billbee-Kosten von rund 3.200 auf rund 6.000 €/Jahr — ohne eine einzige neue Funktion dazuzubekommen.

Dazu kommt der Storno-Effekt aus der Abrechnung: Bei 10.000 Verkäufen und 15 % Retouren-/Storno-Anteil rechnest du real rund 11.500 Vorgänge ab — rund 970 €/Monat statt 840 €. Und der Growth-Status ist permanent: dreimal in Folge über 200 Bestellungen, und du bleibst im Growth-Modell, auch wenn das Volumen wieder sinkt.

Genau an dieser Stelle — ab etwa 3.000 Bestellungen/Monat, spätestens ab 5.000 — lohnt der ernsthafte Blick auf Alternativen mit Fixpreis-Logik.
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Billbee vs. JTL vs. Xentral vs. Custom-Middleware

Die drei realistischen Alternativen für Shopify-Händler im DACH-Raum, mit echten Preisen (Stand Juli 2026, netto):

JTL-Wawi. Die dominierende DACH-Warenwirtschaft, seit 1. April 2026 mit neuen Preisen: Start kostenlos, Advanced 99 €/Monat im Jahresabo (119 € bei monatlicher Zahlung), Pro 329 €/Monat (369 € monatlich). Der entscheidende Unterschied zu Billbee: Fixpreis statt Per-Order — bei 10.000 Bestellungen kostet JTL Advanced weiterhin 99 €, Billbee rund 840 €. Die Shopify-Anbindung läuft als SaaS-Connector und ist auch in der Start-Edition nicht von den Connector-Beschränkungen betroffen. Dafür ist JTL ein ausgewachsenes ERP mit echtem Einführungsaufwand — wo der Standard-Connector endet, zeigt unsere JTL-Shopify-Analyse.

Xentral. Cloud-ERP mit Shopify-Anbindung: Launch 99 €/Monat — aber gedeckelt auf 1.200 Bestellungen pro Jahr, also 100 pro Monat. Für wachsende Shops startet Xentral real bei Starter 349 €/Monat, Business ab 649 €/Monat. Lohnt sich, wenn du ohnehin ein volles ERP mit Einkauf, Lager und Buchhaltung suchst — nicht als reiner Billbee-Ersatz.

Custom-Middleware / eigene App. Wenn du von Billbee nur einen definierten Ausschnitt nutzt — etwa Rechnungen + Labels + Bestandssync für zwei Kanäle — lässt sich genau dieser Ausschnitt als eigene Shopify-App bauen: 8–15 Tsd € Festpreis für eine fokussierte App, 20–40 Tsd € für komplexe Multichannel-Setups, danach 60–180 €/Monat für Hosting und Wartung. Der Quellcode gehört dir, es gibt keine Per-Order-Gebühren, und die App bildet exakt deinen Workflow ab statt des kleinsten gemeinsamen Nenners. Typische Kandidaten sind Shops, die 80 % ihrer Billbee-Nutzung mit drei Funktionen abdecken und den Rest der Oberfläche nie angefasst haben — dort ist der nachzubauende Umfang klein und der Festpreis planbar.
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Entscheidungsrahmen: Wer bleibt, wer wechselt, wer baut

Die Empfehlung nach Bestellvolumen, ohne Umschweife:

Unter 500 Bestellungen/Monat: Billbee behalten. 48–125 € für den kompletten Abwicklungs-Stack unterbietet keine Alternative. Jede Custom-Diskussion ist bei diesem Volumen verschwendete Zeit.

500–2.000: Billbee bleibt meist richtig. 125–229 €/Monat sind fair. Wechselgründe sind hier funktional, nicht preislich — etwa wenn du echte Warenwirtschaft brauchst (Einkauf, Mehrlager, B2B-Preislisten), die Billbee nicht bietet. Dann JTL prüfen.

2.000–5.000: rechnen. Billbee kostet hier 229 bis rund 420 €/Monat und steigt weiter linear. JTL Advanced kostet fix 99 € plus Einführungsprojekt. Der Wechsel lohnt, wenn du die ERP-Tiefe nutzt; brauchst du nur Rechnungen und Labels, ist ein ERP-Projekt Overkill.

Ab 5.000 Bestellungen/Monat: Custom gewinnt die Rechnung. Das Break-even-Beispiel bei 10.000 Bestellungen: Billbee kostet rund 10.100 €/Jahr — Tendenz steigend mit jedem Wachstumsschritt. Eine fokussierte Custom-App (Rechnungen, Labels, Sync) für 12 Tsd € Festpreis plus rund 1.500 €/Jahr Hosting amortisiert sich in rund 17 Monaten; bei 20.000 Bestellungen (rund 20.200 €/Jahr Billbee) in unter einem Jahr. Danach behältst du drei Dinge dauerhaft: den Quellcode, eine Kostenkurve, die nicht mehr mit deinem Volumen skaliert, und einen Workflow ohne Kompromisse. Die ehrliche Gegenrechnung gilt weiter: Unter 2.000–3.000 Bestellungen/Monat schlägt Custom Billbee praktisch nie — 229 € im Monat sind schneller bezahlt als jede Entwicklungswoche.

Wenn du bei 3.000+ Bestellungen liegst und wissen willst, was dein konkreter Stack kostet und was ein Festpreis-Build ersetzen würde: Wir gehen das mit dir in einem 30-minütigen App-Stack-Audit durch und geben dir ein Festpreis-Angebot — Termin buchen.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet Billbee pro Monat?+

Billbee kostet 9 € Grundgebühr plus einen volumenabhängigen Preis pro abgerechneter Bestellung (netto). Richtwerte Stand Juli 2026: 100 Bestellungen/Monat rund 48 €, 500 rund 125 €, 1.000 rund 171 €, 2.000 rund 229 €, 3.000 rund 269 €. Ab 3.500 Bestellungen zahlst du linear rund 0,084 € pro Vorgang — bei 10.000 Bestellungen also rund 840 €/Monat. Alle Funktionen und Schnittstellen sind in jedem Volumen enthalten, monatlich kündbar.

Zählen Stornos und Retouren bei Billbee als Bestellungen?+

Ja. Abgerechnet werden Bestellungen plus Stornos, Erstattungen und Gutschriften. Ein Shop mit 1.000 Verkäufen und 15 % Retouren-/Storno-Anteil zahlt für rund 1.150 Vorgänge. Kalkuliere deshalb immer mit deiner Brutto-Vorgangszahl, nicht mit den reinen Verkäufen — gerade in Kategorien mit hoher Retourenquote (Fashion) macht das eine ganze Staffelstufe aus.

Billbee oder JTL für Shopify?+

Billbee bis etwa 2.000 Bestellungen/Monat oder wenn du nur Auftragsabwicklung brauchst (Rechnungen, Labels, Multichannel-Sync): nutzungsbasiert, schnell eingerichtet, monatlich kündbar. JTL, wenn du echte Warenwirtschaft brauchst (Einkauf, Mehrlager, B2B-Preislisten) oder dein Volumen so hoch ist, dass JTLs Fixpreis (Advanced 99 €/Monat im Jahresabo) Billbees Per-Order-Modell deutlich unterbietet — ab rund 3.000 Bestellungen/Monat kippt die Rechnung.

Welche Billbee-Alternativen gibt es für Shopify-Händler?+

JTL-Wawi (Start kostenlos, Advanced 99 €/Monat, Pro 329 €/Monat) als klassische DACH-Warenwirtschaft, Xentral als Cloud-ERP (real ab 349 €/Monat für wachsende Shops) und eine eigene Custom-App für genau den Funktionsausschnitt, den du wirklich nutzt (8–15 Tsd € Festpreis, keine Per-Order-Gebühren). Unter 2.000 Bestellungen/Monat ist Billbee meist die beste Wahl; darüber lohnt der Vergleich.

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